









Am 19. Februar wurden die Bewohner:innen der Erpersdorfer Siedlung in den Donauhof eingeladen, wo das neue Siedlungsentwicklungskonzept für die Erpersdorfer Siedlung vorgestellt wurde. Es bildet ein zentrales Ergebnis des Projekts „ZUSIE – Zukunft Siedlung“, das seit 2023 läuft und vom Klima- und Energiefonds gefördert wird. Das Konzept zeigt auf, wie die Siedlung bis 2040 nach räumlichen, sozialen, ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten zukunftsfit gestaltet werden kann.
Die Präsentation des neuen Siedlungsentwicklungskonzepts zeigt, wie die Erpersdorfer Siedlung klimafit, sozial lebendig und nachhaltig weiterentwickelt werden kann.
Ein zentrales Ergebnis: das Siedlungsentwicklungskonzept
Das präsentierte Konzept beantwortet umfassend die Frage, welche Maßnahmen notwendig sind, um die Erpersdorfer Siedlung langfristig weiterzuentwickeln. Es orientiert sich an fünf Kernthemen , die das Leitbild definiert: Klimaneutrales Quartier, klimaresiliente Gestaltung, ein alltagstaugliches und bedürfnisorientiertes Wohnumfeld, eine lebendige Nachbarschaft sowie leistbares Leben.
Diese Schwerpunkte bilden den Rahmen für die fachliche Weiterarbeit und für die Entscheidungen, die in den kommenden Jahren getroffen werden müssen. Das Konzept ist kein starres Bauprogramm, sondern ein Orientierungsrahmen, der helfen soll, die Siedlung schrittweise an aktuelle und zukünftige gesellschaftliche Anforderungen anzupassen: an Auswirkungen des Klimawandels, eine alternde Bevölkerung, Diversifizierung von Energieträgern, veränderte Mobilitätsbedürfnisse, neue Anforderungen an zeitgemäßes Wohnen und die Bedeutung einer tragfähigen, lebendigen Nachbarschaft.
Erste Verbesserungen starten bereits jetzt
Mit Februar wird die Umsetzung erster Maßnahmen gestartet – parallel sind weitere in Vorbereitung für eine zeitnahe Realisierung.
Erste Umsetzungen adressieren das Thema Freiraum und Mikroklima: Neue Baumpflanzungen sorgen für zusätzliche Beschattung und tragen dazu bei, hitzebelastete Bereiche zu kühlen. Gleichzeitig wird die hofübergreifende Neugestaltung der Spiel- und Bewegungsbereiche vorbereitet, die künftig auf dieser thematischen Ebene mehrere Höfe miteinander verbinden und Orte gemeinsamer Nutzung schaffen soll.
Vorbereitet werden Maßnahmen zur Modernisierung der Plätze für die Altstoffsammlung, zur Schaffung neuer, teilweise überdachter, Fahrradabstellmöglichkeiten, sowie die Errichtung von zwei E Ladestationen für Elektroautos. Damit werden wichtige Verbesserungen im Alltag der Bewohner:innen angestoßen – und gleichzeitig Bausteine einer klimafitten Siedlung umgesetzt.
Seit 2023 ist bereits viel geschehen
Bereits in den vergangenen drei Jahren wurde viel in das gemeinschaftliche Leben investiert. Der Zukunftsraum wurde als gemeinschaftlicher zentraler Ort in der Siedlung errichtet und etabliert, an dem Gespräche, Aktivitäten und nachbarschaftliche Angebote stattfinden. Er wird regelmäßig für Spielenachmittage, Treffen und Sprechstunden genutzt und hat sich als Begegnungsraum bewährt.
Auch die Plauderbankerl haben sich als neue Treffpunkte in der Siedlung etabliert. Sie laden zum Austausch ein, schaffen niederschwellige Gesprächsanlässe und stärken das soziale Miteinander. Zahlreiche Aktivitäten – von Hofpicknicks bis hin zum Freiraumfestival – zeigen, was im Rahmen des Projekts bereits möglich wurde und welchen Wert Begegnung für das Zusammenleben in der Siedlung hat.
Sieldungsrat: Im Dialog bleiben
Die Weiterentwicklung der Siedlung soll weiterhin im engen Austausch mit den Bewohner:innen erfolgen. Ein Siedlungsrat soll die Umsetzung der Maßnahmen aber auch andere nachbarschaftliche Themen begleiten. Er wird aus Bewohner:innen der Siedlung zusammengesetzt sein und themenbezogen auch mit weiteren Beteiligten – u.a. Fachplaner:innen, Vertreter:innen der EGW oder der Gemeinde – in Austausch treten. Ziel ist es Themen, Rückmeldungen, Anliegen und Informationen in die Nachbarschaft und aus ihr heraus zu tragen und den Entwicklungsprozess zu bereichern.
Eine wesentliche Drehscheibe wird weiterhin der Zukunftsraum sein. Dieser wird künftig auch als Infopoint dienen: Zu bestimmten Öffnungszeiten steht das ZUSIE Team für Fragen, Gespräche und Anliegen zur Verfügung und können aktuelle Pläne und Konzepte angesehen werden.
Was das Konzept leistet
Das Siedlungsentwicklungskonzept zeigt, wie die Siedlung bis 2040 weiterentwickelt werden kann. Es verbindet ökologische, soziale, räumliche und ökonomische Anforderungen und bildet einen Rahmen für zukünftige Entscheidungen der gemeinnützigen Wohnbauvereinigung EGW.
Zukunftsraum – Treffpunkt und Infopoint
Der Zukunftsraum ist ein offener Raum für Begegnungen, Gespräche und Aktivitäten und steht allen Bewohner:innen und Interessierten gratis zur Verfügung. Er dient gleichzeitig als Infopoint des Projekts; das Projektteam ist dort zu fixen Zeiten erreichbar und aktuelle Pläne und Konzepte sind ausgestellt.
Siedlungsrat
Der Siedlungsrat wird als beratendes Gremium eingerichtet. Bewohner:innen können sich einbringen, Rückmeldungen aus der Nachbarschaft weitergeben und gemeinsam mit Gemeinde, Wohnbauvereinigung und Projektteam im Dialog an der Entwicklung der Siedlung arbeiten.
Das ZUSIE Team steht im Zukunftsraum zu regelmäßigen Zeiten für Fragen und Anliegen zur Verfügung. Öffnungszeiten und aktuelle Informationen werden direkt in der Siedlung sowie online bekanntgegeben. Weitere Kontaktdaten finden Sie auf der Startseite.
„Mit dem neuen Entwicklungskonzept liegt ein umfassender Rahmen vor, der zeigt, wie die Erpersdorfer Siedlung Schritt für Schritt in die Zukunft geführt werden kann. Uns ist wichtig, dass bauliche, energierelevante und soziale Aspekte zusammengedacht werden und dass die Bewohnerinnen und Bewohner aktiv eingebunden bleiben. Die bisherigen Schritte zeigen, wie viel Potenzial in der Siedlung steckt.“
– Ulrike Pircher – EGW Erste gemeinnützige Wohnungsgesellschaft